Analyse, Gruppierung und Bewehrung von Stützen entsprechend den festgelegten Bedingungen
Symbol
Beschreibung
Das Plugin ermöglicht die Bearbeitung sowohl einzelner ausgewählter Stützen als auch aller Stützen in der Ansicht oder im Dokument. Die Bewehrung wird unter Berücksichtigung der relativen Anordnung der Stützen übereinander ausgeführt. Die Querbewehrung kann unter Verwendung verschiedener Varianten von Bewehrungsstabformen zusammengestellt werden. Das Plugin kann auch in einer leeren Vorlage verwendet werden.
Verwendung
Das Hauptfenster des Plugins ist in drei Bereiche unterteilt: Auswahl und Analyse, Gruppierung und Bewehrungseinstellungen für Gruppen. Im unteren Bereich des Fensters befinden sich die abschließenden Einstellungen sowie die Schaltfläche zum Starten des Bewehrungsprozesses.

Im Fenstertitel sind folgende Optionen verfügbar:
– minimiert den Fensterinhalt
– öffnet das Fenster zur Festlegung der Regeln für die Platzierung von Verbindungsmittel:

Die Dropdown-Listen in diesem Fenster werden mit Formen aus dem aktuell geöffneten Dokument gefüllt. Eine neue Regel wird durch Klicken auf die Schaltfläche
hinzugefügt. Die hinzugefügte Regel kann mit der Schaltfläche
gelöscht werden, die beim Überfahren der entsprechenden Tabellenzeile erscheint.
– Allgemeine Einstellungen des Plugins:

Skalierungsfaktor – Option zur Auswahl des Maßstabs für den Befehl Ausgewählte Stütze in der Liste im Modell anzeigen (siehe unten).
In der Gruppe Biegerichtlinien für Bewehrung wird die Quelle der Regeln für das Biegen der Bewehrung ausgewählt: SP 63.13330.2018 oder EN 1992-1-1. Nachfolgend wird die Beschreibung der Regeln der gewählten Norm angezeigt.
Wenn die Option Richtige Biegedurchmesser für vorhandene Typen aktiviert ist und während der Arbeit geeignete Bewehrungsstabtypen gefunden werden, werden deren Biegedurchmesser gemäß der gewählten Norm überprüft und korrigiert. Beim Erstellen neuer Stabtypen wird die Prüfung und Festlegung der Durchmesser stets durchgeführt, sofern keine geeigneten Typen gefunden werden.
AUSWAHL UND ANALYSE
Die Arbeit mit dem Plugin beginnt mit der Auswahl der zu bewehrenden Stützen. Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche Auswählen und wählen Sie anschließend eine der Optionen im Dropdown-Menü: Stützen auswählen, Alle Stützen in der aktuellen Ansicht auswählen oder Alle Stützen im Projekt auswählen.
In die Auswahlfilterung werden nur vertikale Stützen einbezogen. Außerdem muss die Eigenschaft der Stützenfamilie „Material für Modellverhalten“ den Wert „Beton“ oder „Beton fertigteile“ haben. Die Anzahl der ausgewählten Stützen wird im oberen Bereich des Plugin-Fensters angezeigt.
Die Schaltfläche Erneut auswählen ermöglicht die Auswahl der Stützen, die bei der vorherigen Verwendung des Plugins in der aktuellen Ansicht bearbeitet wurden.
Anschließend ist die Analyse der geometrischen und parametrischen Daten der ausgewählten Stützen mit der Schaltfläche Analysieren zu starten. Die Anzahl der erfolgreich analysierten Stützen wird im oberen Bereich des Plugin-Fensters angezeigt.
Die Option Verwendung der Geometrie von Stützen ohne Berücksichtigung von Verbindungen ermöglicht es, bei einer Queranbindung der Stützen an andere Bauteile (z. B. an Wände) bei der Bewehrung ausschließlich die Geometrie der Stützen zu berücksichtigen. Nach dem Aktivieren oder Deaktivieren der Option müssen die Analyse und die anschließende Gruppierung erneut durchgeführt werden. Beispiel für die Bewehrung bei deaktivierter Option:

bei aktivierter Option:

GRUPPIERUNG

Der nächste Schritt ist die Gruppierung der erfolgreich analysierten Stützen nach Kriterien mithilfe der Schaltfläche Gruppierung im linken Bereich des Plugin-Fensters. Alle Stützen werden zwingend nach Typ und Querschnittsgröße gruppiert. Zusätzlich können Elemente Nach Ebene, Nach Höhe und Nach Parameter, ausgewählt aus der Dropdown-Liste, gruppiert werden.
Im Bereich Gruppierung befinden sich zwei Tabellen. Die obere wird mit Stützengruppen gefüllt. Für jede Gruppe ist standardmäßig ein Kontrollkästchen aktiviert, das angibt, dass für diese Stützengruppe die Bewehrung ausgeführt werden soll. Rechts neben der Liste befinden sich Schaltflächen, mit denen alle Gruppen ausgewählt
oder die Auswahl aller Gruppen aufgehoben werden kann
.
Die untere Liste wird mit den Stützen der in der oberen Tabelle ausgewählten Gruppe gefüllt. Für jede Stütze ist standardmäßig ein Kontrollkästchen aktiviert, das angibt, dass für diese Stütze die Bewehrung ausgeführt werden soll. Mit den rechts neben der Liste befindlichen Schaltflächen kann die in der Liste ausgewählte Stütze im Modell angezeigt werden
, ebenso die vorherige
und die nächste
Stütze in der Liste.
BEWEHRUNGSEINSTELLUNGEN FÜR DIE GRUPPE
Die Einstellungen werden für eine einzelne Stützengruppe festgelegt, die in der Gruppenliste im linken Bereich des Plugin-Fensters ausgewählt ist. Im rechten Bereich jeder Einstellungsgruppe befindet sich ein Vorschaufeld für den Stützenquerschnitt entsprechend den aktuellen Einstellungen.

In dieser Gruppe wird die Behandlung der Überdeckung in den bearbeiteten Bauteilen festgelegt.
Es wird nicht empfohlen, die Überdeckung auf Grundlage der Bewehrungseinstellungen festzulegen, wenn die Querbewehrung unterschiedliche Durchmesser und/oder unterschiedliche Werte der Eigenschaft „Anschluss der Querbewehrung“ aufweist.

In dieser Gruppe werden die Einstellungen für die Längsbewehrung festgelegt: Typ und Form des Bewehrungsstabs, Dicke der Betonüberdeckung für die Hauptbewehrung sowie die Anzahl der Stäbe.
Zur Festlegung der Werte von Textparametern für die zu erstellende Bewehrung steht die Schaltfläche Parameter zur Verfügung. Beim Anklicken öffnet sich ein Dialogfenster. Die Parameterliste wird entsprechend dem aktuellen Dokument gefüllt:

Wenn die Bewehrungsstäbe im aktuellen Dokument Schlüsselparameter enthalten, wird im unteren Bereich des geöffneten Dialogs ein entsprechender Abschnitt angezeigt, in dem die Werte der Schlüsselparameter aus einer Dropdown-Liste ausgewählt werden können.
Beim Überfahren des Vorschaufelds mit der Maus werden die Abstände zwischen den Stabflächen angezeigt. Für rechteckige und quadratische Stützen öffnet sich beim Klicken auf die Schaltfläche Abstände ändern ein Dialogfenster, in dem der gewünschte Abstand sowohl zwischen den Stabflächen (linke Spalte) als auch zwischen den Stabachsen (rechte Spalte) für jede Richtung festgelegt werden kann:

Bei Änderung des Durchmessers, der Überdeckung oder der Anzahl der Stäbe werden die Abstände zwischen den Stäben auf gleichwertige Werte zurückgesetzt.
Im Plugin-Fenster werden automatisch die Querschnittsfläche der Stütze, die Querschnittsfläche der Bewehrung, der Bewehrungsgrad sowie die Lage der Hauptbewehrung bezogen auf die Stützenkante (gemessen am Mittelpunkt der Bewehrung) berechnet.
Die Überstände der Längsbewehrung werden in Abhängigkeit von der Lage der Stützen und der Größe ihres Querschnitts konfiguriert. In jeder Untergruppe der Einstellungen wird im Dropdown-Menü der Typ der Überstände ausgewählt und die entsprechenden Parameter festgelegt.

- Überstände der Längsbewehrung unterer und mittlerer Stützen bei gleichem (oder nur geringfügig abweichendem) Querschnitt der darüberliegenden Stützen:

- Es werden keine Überstände der Längsbewehrung erstellt. Die Stäbe werden am oberen Ende der Stütze entsprechend dem eingestellten Wert der Betonüberdeckung an den Stirnseiten der Bewehrung gekürzt.

- Es werden Überstände der Längsbewehrung mit Abwinkelung in die darüberliegende Stütze erstellt. Die Verankerungslänge wird ab Oberkante der darüberliegenden Decke oder – falls keine Decke vorhanden ist – ab Oberkante der Stütze gemessen. Es stehen sechs Varianten der Biegerichtung der Überstände zur Auswahl, die im Dropdown-Menü ausgewählt werden können.
Übergreifungslänge in der oben liegenden Stütze kann durch Klicken auf
berechnet werden – es öffnet sich ein Fenster mit der Berechnung der Überlappungslänge gemäß SP 63.13330.2018:


- Es werden gerade Überstände der Längsbewehrung erstellt. Die Verankerungslänge wird ab Oberkante der darüberliegenden Decke oder – falls keine Decke vorhanden ist – ab Oberkante der Stütze gemessen und mithilfe von
berechnet.
Zusätzlich kann für gerade Überstände die Option aktiviert werden, mit der Verbindungsmittel für Bewehrungsstäbe entsprechend den im Fenster Verbindungsmittel angegebenen Regeln gesetzt werden. Außerdem steht eine Option zur Verfügung, mit der Unterseite gerader Stäbe biegen gewählt werden kann. Beide Optionen werden nur angewendet, wenn die bearbeiteten Stützen den gleichen Querschnitt aufweisen.
- Überstände der Längsbewehrung unterer und mittlerer Stützen mit größerem Querschnitt (≥ 100 mm je Seite) in eine darüberliegende Stütze mit kleinerem Querschnitt:

- Es werden keine Überstände der Längsbewehrung erstellt. Die Stäbe werden am oberen Ende der Stütze entsprechend dem eingestellten Wert der Betonüberdeckung an den Stirnseiten der Bewehrung gekürzt.

- Es werden gerade Überstände der Längsbewehrung erstellt. Die Verankerungslänge wird ab Oberkante der darüberliegenden Decke oder – falls keine Decke vorhanden ist – ab Oberkante der Stütze gemessen und mithilfe von
berechnet.

- Es werden Überstände in Form zusätzlicher Stäbe mit dem angegebenen Durchmesser erstellt. Die Verankerungslänge in der Stütze und die Übergreifungslänge in der oben liegenden Stütze können über die entsprechenden Schaltflächen
berechnet werden.
- Überstände der Längsbewehrung oberer Stützen:

- Es werden keine Überstände der Längsbewehrung erstellt. Die Stäbe werden am oberen Ende der Stütze entsprechend dem eingestellten Wert der Betonüberdeckung an den Stirnseiten der Bewehrung gekürzt.

- Es werden gerade Überstände der Längsbewehrung erstellt. Die Länge wird ab Oberkante der darüberliegenden Decke oder – falls keine Decke vorhanden ist – ab Oberkante der Stütze gemessen und mithilfe von
berechnet. Optional kann die Länge ab Oberkante der Stütze festgelegt werden, wobei darüberliegende Decken ignoriert werden.

- Es werden gerade Überstände der Längsbewehrung mit Verankerung in die darüberliegende Decke erstellt. Die Verankerungslänge der Überstände in der Platte wird ab der seitlichen Stützenkante gemessen und mithilfe der Schaltfläche
berechnet. Falls keine Decke über der Stütze vorhanden ist, kann eine der drei Optionen im Dropdown-Menü gewählt werden: Überstände nicht erstellen, gerade Überstände erstellen, die Platte als bedingt vorhanden betrachten. Zudem sind die Bezugspunkte der Biegungen zur Ober- und Unterkante der Decke (bezogen auf den Mittelpunkt der Bewehrung) festzulegen.

Bewehrung erstellen – aktiviert die Erstellung von Überständen aus der darunterliegenden Decke für die aktuelle Stützengruppe.
Überstände aus der darunterliegenden Decke werden nur erstellt, wenn keine darunterliegende Stütze vorhanden ist. Beziehungen zwischen Stützen werden nur zwischen den ausgewählten Stützen bestimmt.
Darunter befindet sich die Option Überstände nur aus Platten der Kategorie „Fundamente“ erstellen.
Im Dropdown-Menü stehen sechs Typen von Überständen zur Verfügung. Nach Auswahl des gewünschten Typs können Parameter, Typ, Durchmesser und Form der Bewehrungsstäbe sowie der Abstand des Bauteils von der Fundamentunterkante festgelegt werden.
Je nach Typ der Überstände ist eine oder sind zwei Überlappungslängen anzugeben, die über die Schaltfläche Überlappungslänge berechnen berechnet werden können – es öffnet sich ein Fenster mit der Berechnung gemäß SP 63.13330.2018. Analog dazu kann die Verankerungslänge berechnen für einzelne Typen von Überständen ermittelt werden.
Für die Querbewehrung der Stützen werden das Verlegungsschema und die Formen der Querbewehrung in separaten Gruppen eingestellt.

In den Einstellungen des Verlegungsschemas ist der Hauptabstand der Querbewehrung festzulegen. Die Abstände von der unteren und oberen Stützenkante können durch Aktivieren der entsprechenden Optionen definiert werden.
Die Erstellung von Zonen mit Eindickung der Querbewehrung im oberen und unteren Bereich der Stütze wird ebenfalls durch Aktivieren der entsprechenden Optionen festgelegt. Der Abstand der Querbewehrung in den Eindickungszonen wird für jede Zone separat angegeben. Der Eindickungsabstand kann als absoluter Wert (in mm) oder als Anteil der Stützenhöhe festgelegt werden. Für die untere Zone kann bei vorhandenen Überständen der Längsbewehrung der Eindickungsabstand entsprechend deren Länge festgelegt werden.

Die Zusammenstellung der Querbewehrung erfolgt anhand einer definierten Formenliste. Die Liste der Formen ändert sich in Abhängigkeit von der Anzahl der Längsbewehrungsstäbe. Für einige Formen kann der Hakentyp geändert werden – entweder der Revit-Haken wird verwendet oder der Haken wird als Teil der Skizze erstellt.
In der Einstellungsgruppe stehen zwei Dropdown-Listen für rechteckige und quadratische Stützen (Anordnung in Breite und Tiefe) sowie eine Liste für runde Stützen zur Verfügung. Unterhalb der Listen können Hakentyp, Parameter, Durchmesser und Typ des Bewehrungsstabs festgelegt werden, die standardmäßig für hinzugefügte Formen der Querbewehrung verwendet werden. Nach Auswahl einer Form in der Liste ist die Schaltfläche Hinzufügen zu betätigen.
Die hinzugefügten Formen der Querbewehrung erscheinen im Vorschaufeld des Stützenquerschnitts sowie in der Liste der hinzugefügten Formen.
Für jede hinzugefügte Form können Form, Parameter, Durchmesser, Typ des Bewehrungsstabs sowie – sofern möglich – der Hakentyp geändert werden. Die Formen der Querbewehrung können verschoben, in ihrer Umschließung der Stäbe angepasst und über die entsprechenden Schaltflächen neben jedem Listeneintrag gelöscht werden.
Für Formen mit Haken kann zusätzlich der Biegetyp der Bewehrung in der Dropdown-Liste Haken ausgewählt werden. Die verfügbaren Biegetypen hängen von den allgemeinen Bewehrungseinstellungen des aktuellen Dokuments ab.
Die Option „Haken in Biegeformdefinition einbeziehen“ kann nur vor der Erstellung des ersten Bewehrungsstabs im aktuellen Dokument geändert werden.

Ist die Option „Haken in Biegeformdefinition einbeziehen“ aktiviert, werden in der Liste nur Biegetypen mit einem zur gewählten Form passenden Winkel angezeigt:

Ist die Option deaktiviert, werden alle für die gewählte Form verfügbaren Biegetypen angezeigt:

Im unteren Bereich der Bewehrungseinstellungen stehen folgende Schaltflächen zur Verfügung:
– kopiert die Bewehrungseinstellungen der aktuellen Stützengruppe in alle markierten Gruppen
– speichert die aktuellen Bewehrungseinstellungen als Standardeinstellungen
– exportiert die aktuellen Bewehrungseinstellungen in eine XML-Datei oder speichert sie im Einstellungsrepository:

Zum Speichern der Einstellungen in eine XML-Datei klicken Sie auf In Datei speichern; der Name der Einstellungen kann im geöffneten Explorer-Fenster eingegeben werden.
Zum Speichern der aktuellen Einstellungen im Repository stehen zwei Optionen zur Verfügung:
- Als neu speichern – zum Speichern sind Name und optional Beschreibung anzugeben.
- Vorhandene überschreiben – die aktuellen Einstellungen werden unter dem Namen der zuvor gespeicherten und aus der Liste ausgewählten Einstellungen gespeichert.
Zum Abschluss klicken Sie auf Speichern.
– lädt Bewehrungseinstellungen aus einer zuvor exportierten XML-Datei oder aus dem Einstellungsrepository:

Zum Laden aus einer XML-Datei klicken Sie auf Aus Datei laden. Zum Laden aus dem Repository wählen Sie die gewünschte Einstellung aus der Liste und klicken auf Akzeptueren.
In der Zeile Erstellen kann festgelegt werden, welche Art der Bewehrung für die markierten Stützengruppen erstellt wird: Längsbewehrung, Querbewehrung, Überstände aus der unterliegenden Platte.
Löschen der zuvor erstellte Bewehrung – diese Option ermöglicht das Löschen der vom Plugin erstellten Bewehrung (Bewehrung desselben Typs oder die gesamte zuvor erstellte Bewehrung), falls eine Neuerstellung vorgesehen ist.
Die Schaltfläche Bewehrung durchführen startet die Erstellung der Bewehrung gemäß den festgelegten Einstellungen für die markierten Stützengruppen.